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Traumdeutung, führen eines Traumtagebuch
Das Traumtagebuch
Die
zweite unverzichtbare Voraussetzung für die systematische
Selbstanalyse von Träumen besteht darin, die Traumerinnerung
regelmäßig in einem Tagebuch zu notieren. Auch wenn man
über ein ausgezeichnetes Erinnerungsvermögen verfügt und
deshalb meint, einen Traum jederzeit wieder vollständig und
richtig aus dem Gedächtnis reproduzieren zu können, darf man
auf diese Aufzeichnungen nicht verzichten.
Sie allein gewährleisten, dass man mit dem gesamten,
unverfälschten Trauminhalt arbeiten kann. Ein Traumtagebuch ist
also für die Traumdeutung unverzichtbar.
Die Vorlage zur Erstellung eines Traumtagebuches finden Sie hier...
Erfahrungsgemäß droht sonst nicht nur die Gefahr, dass man
unmerklich bestimmte Trauminhalte schon vor der näheren
Betrachtung bei der Analyse aussortiert. Vielmehr kommt es sehr oft
vor, dass die Inhalte vom Unbewussten nachträglich noch
verfälscht werden und dann überhaupt nichts mehr aussagen.
Außerdem unterstreicht das Traumtagebuch die Bedeutung, die man
der Traumanalyse beimisst, und erinnert am Morgen gleich nach dem
Erwachen unübersehbar daran, dass man geträumt hat. Das
fördert indirekt die Motivation zur Traumerinnerung und Analyse.
Lernen sie ihre Träume Selbst zu deuten mit CD-ROM.
Professionell Träume deuten Schritt für
Schritt - Von Klausbernd Vollmar, Konrad Lenz - Er ist ein gern
gesehener Gast im Rundfunk und beim Fernsehen, wo er komplexe
Zusammenhänge transparent macht und diese charmant und einfach
erklärt,
mehr dazu erfahren sie hier...
Das Traumtagebuch soll immer griffbereit neben dem Bett
liegen, zusammen mit einem Schreibwerkzeug, damit man auch beim
Erwachen in der Nacht einen Traum sofort aufschreiben kann. Muss man
erst danach suchen, kann die Traumerinnerung in der Zwischenzeit schon
erloschen sein. Am besten verwendet man ein Ringbuch. Dann lässt
sich die Erinnerung bei Bedarf ergänzen, später kann man dann
die Deutung zum Traum einheften.
Bei der Niederschrift der Traumerinnerung muss man vermeiden, gleich
über den Sinn einzelner Vorgänge nachzudenken. Es besteht
nämlich sonst die Gefahr, dass man gleich eine Auswahl trifft und
scheinbar unwichtige Details nicht notiert, die vielleicht doch
bedeutsam sind. Man schreibt einfach detailliert in Stichworten alles
nieder, woran man sich erinnert, auch wenn es bedeutungs- oder sinnlos
erscheint. Dabei kommt es nicht auf einen guten sprachlichen Stil an,
sondern ausschließlich auf die Genauigkeit.
Wer etwas zeichnen kann, kann die Niederschrift noch durch Skizzen von
den Traumhandlungen ergänzen. Solche kleinen Zeichnungen
können oft besser als viele Worte den Inhalt zum Ausdruck bringen,
denn Bilder sind ja die "Sprache" der Träume. Notwendig ist das
aber nicht, sondern nur zur Erleichterung der Deutung gedacht. Wer
nicht so gut zeichnen kann, lässt die Skizzierung besser. Es fehlt
dann einfach die Darstellungsmöglichkeit, um den Traum
vollständig zu erfassen.
Lesen Sie mehr zur Selbsanalyse.
Wer bin ich - wer will ich sein? Ein Arbeitsbuch zur Selbstanalyse und Zukunftsgestaltung
Das Traumtagebuch bildet die Grundlage für die
spätere Analyse. Nachdem man den Traum darin unveränderlich
festgehalten hat, kann man zu jeder passenden Zeit mit der Deutung
beginnen. Auch wenn es etwas länger dauert, muss man keine
Verfälschungen aus dem Unbewussten oder falsche Erinnerungen mehr
befürchten.
Das befreit von dem Zwang, einen Traum möglichst sofort zu deuten,
auch wenn man dazu vielleicht nicht genug Zeit hat oder nicht
ausreichend motiviert ist. Außerdem kann man anhand des
Traumtagebuchs häufiger wiederkehrende Traumbilder und Traumserien
zuverlässiger erkennen.
Zusätzlich zum großen Traumtagebuch, das man zu Hause
aufbewahrt, sollte man noch ständig ein kleines Notizbuch mit sich
führen. Die Erfahrung lehrt nämlich, dass einem immer wieder
plötzlich Ergänzungen zu einer Traumerinnerung einfallen oder
zur Deutung spontan freie Assoziationen auftreten können, weil man
unmerklich an den Träumen arbeitet.
Solche Einfälle sollten ebenfalls sofort notiert werden, ehe man
sie wieder vergisst oder verfälscht. Aus dem kleinen Notizbuch
werden sie dann zu der Traumaufzeichnung im großen Tagebuch
übertragen.
Diese "Traumbuchführung" mag umständlich erscheinen. Man
kommt unter Umständen auch ohne sie aus, wenn man nur gelegentlich
einmal einen besonders eindrucksvollen Traum deuten möchte. Zur
systematischen Traumanalyse ist sie aber praktisch unverzichtbar.
Deshalb sollte man die kleine Mühe nicht scheuen.
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