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Traumdeutung
Angst- und Alpträume
Man
kann Angst- und Alpträume nicht klar gegeneinander abgrenzen, denn
bei beiden treten Angstzustände auf. Bei den Alpträumen wird
die Angst unter Umständen aber so massiv, dass man aus dem Schlaf
aufschreckt, was bei einfachen Angstträumen seltener der Fall ist.
Oft sind die Alpträume auch mit einer besonders deutlichen
Beklemmung in der Brust verbunden, die zu Herz- und Atembeschwerden
führt. Früher erklärte man sich das mit der Vorstellung,
dass ein böser Geist (Alp ) auf dem Brustkorb sitzt. Für die
Deutung solcher Träume ist es unwesentlich, zwischen Angst- und
Alptraum zu unterscheiden.
Schöpferisch träumen. Der Klartraum als Lebenshilfe. Wie Sie
im Schlaf das Leben meistern von Paul Tholey und Kaleb Utecht
erfahren Sie hier
Angstbeladene Träume können oft mit einer realen Situation in
Beziehung stehen, die auch im Wachzustand zu Ängsten führt.
Man nimmt sie dann mit in den Schlaf: Dazu gehören zum Beispiel
die Ängste, die im Zusammenhang mit bevorstehenden Ereignissen
oder bestimmten Handlungen stehen, wie die Angst vor einer
Prüfung, einem Einstellungsgespräch oder wegen eines Fehlers,
für den man vielleicht gerügt oder bestraft wird.
Solche Ängste haben also einen konkreten Grund, den auch andere
Menschen nachvollziehen könnten. Die Deutung der damit
zusammenhängenden Träume fällt im allgemeinen nicht
schwer, weil sie wenig verschlüsselt werden. Zum Teil liefern die
Träume auch Hinweise darauf: wie man mit der Situation fertig
werden kann. Sie können allein der Entlastung von inneren
Spannungen dienen, aber auch realistische Lebenshilfe sein.
Bei der anderen Form der Angstträume besteht keine erkennbare
Beziehung zur Realität, sie treten gegenstandslos auf. Man kann
sich die Angst weder selbst erklären noch anderen
verständlich machen. Hinter solchen Träumen stehen in der
Regel ernstere innere Konflikte, die aus dem Bewusstsein verdrängt
wurden.
Typisch sind zum Beispiel Konflikte zwischen individuellen
Bedürfnissen, Absichten, Wünschen, Neigungen oder Trieben und
Pflichten oder Forderungen der herrschenden Moral, ferner einander
widerstrebende Ziele, die sich nicht vereinbaren lassen, zwischen denen
man sich aber auch nicht klar entscheiden kann. Das führt zu
inneren Spannungen, die Angstträume, zum Teil aber auch unklare
Angstzustände im Wachzustand verursachen.
Oft kommen dann auch noch Schuldgefühle hinzu, die ebenfalls in
die Träume eingehen können und häufig mit Vorstellungen
von Strafe verbunden sind. Die Wurzeln dieser Ängste sind meist
tief in der Persönlichkeit verankert und können weit in die
Kindheit zurückreichen.
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Solche Angstträume dienen als Aufforderung, sich mit den Ursachen
der Ängste auseinander zusetzen, zum Beispiel
widersprüchliche Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen und sich
dann zwischen ihnen zu entscheiden. Dazu werden in manchen Träumen
gleich mehr oder minder realistische Möglichkeiten aufgezeigt.
Im Rahmen der Selbstanalyse von Träumen können allerdings
erhebliche Widerstände auftreten, die eine sichere Deutung
unmöglich machen. Deshalb wird man bei immer wiederkehrenden
Angstträumen oft den Therapeuten aufsuchen müssen, um die
Angst zu bewältigen.
Eine weitere, heute weitverbreitete Ursache von Angstträumen ist
die bereits beschriebene negative Traumunruhe. Außerdem
können Angstträume auch durch körperliche
Veränderungen im Schlaf oder durch Krankheiten auftreten,
insbesondere im Zusammenhang mit Herzleiden und Erkrankungen der
Atemwege. Im Einzelfall kann deshalb auch eine gründliche
körperliche Untersuchung bei Angstträumen angezeigt sein.
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