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Traumbücher
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Die Metaphern
in der Traumdeutung
Die
Metaphern kennt man ebenfalls aus der Alltagssprache rund der
Literatur. Man versteht darunter einen bildhaften Vergleich, ein Wort
mit übertragener Bedeutung. Eine typische Alltagsmetapher ist zum
Beispiel das „Haupt der Familie“
Für alle Metaphern ist kennzeichnend, dass sie eine doppelte
Bedeutung besitzen. Die eine ist offensichtlich, vordergründig und
im Alltag gebräuchlich, die andere wird nur im Einzelfall im
übertragenen Sinn verwendet. Es ist unmöglich, dass beide
Bedeutungen gleichzeitig gebraucht werden, aber es besteht ein enger
Zusammenhang zwischen der offensichtlichen und übertragenen
Bedeutung.
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Wenn man zum Beispiel von einer Mimose spricht, kann man immer nur
entweder die Pflanze oder einen überempfindlichen Menschen meinen.
Aber die Überempfindlichkeit des Mimosenstrauchs, der auf
Erschütterungen und Berührungen sehr stark reagiert, wird auf
den „mimosenhaften“ Menschen übertragen, es besteht
also ein enger Sinnzusammenhang.
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Auch Metaphern kommen in Träumen recht häufig vor.
Man muss sich bei der Deutung oft fragen, ob ein Vorgang
vordergründig oder im übertragenen Sinn zu verstehen ist.
Wenn die gebräuchliche Bedeutung keinen rechten Sinn ergibt, kann
man im allgemeinen davon ausgehen, dass es sich bei dem Traumbild um
eine Metapher handelt.
Symbole Vereinfachend spricht man oft generell von den Traumsymbolen,
aber das ist so pauschal nicht richtig. Bei den Symbolen handelt es
sich um eine besondere Form der Traumbilder, die neben den Allegorien,
Archetypen, Metaphern und Attributen auftauchen. Die Unterscheidung
fällt allerdings nicht immer ganz leicht.
Das griechische Wort Symbol bedeutet Sinnbild oder Wahrzeichen. Es
unterscheidet sich von den anderen „Vokabeln“ der
Traumsprache vor allem dadurch, dass es eine reale, mit den Sinnen
wahrnehmbare Erscheinungsform enthält. Gleichzeitig hat es aber
auch eine abstrakte Bedeutung, die man damit verknüpft. Demnach
sind Symbole bildhafte Worte mit doppelter Bedeutung, die man erst bei
der Analyse erkennt. Sie führen oft auch zu bestimmten
Gefühlsregungen und Vorstellungen.
Häufig handelt es sich bei den Symbolen um Lebewesen, denen man
bestimmte Eigenschaften zuschreibt, für die sie sinnbildlich
stehen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, etwa der stolze Adler,
die friedfertige Taube, der Lorbeerzweig oder das Eichenlaub, mit dem
man Sieger bekränzt.
Die Symbole sind nicht so universal und zeitlos gültig wie die
Archetypen. Zum Teil sind sie nur in einzelnen Kulturkreisen oder
kleineren Gruppen und Gemeinschaften bekannt (beispielsweise in
Religionsgemeinschaften und Sekten) oder kommen zwar in allen Kulturen
vor, aber in unterschiedlicher Bedeutung.
Die Farbe Weiß versinnbildlicht zum Beispiel im asiatischen Raum
oft die Trauer um einen Verstorbenen, im europäischen Kulturkreis
dagegen hat sie mit Trauer überhaupt nichts zu tun, sondern wird
unter anderem als Symbol der Unschuld verstanden. Außerdem
unterliegen die Symbole im Lauf der Zeit oft einem Bedeutungswandel.
Diese Besonderheiten der Symbole muss man bei manchen Träumen
berücksichtigen, wenn diese zum Beispiel offenkundig in einer
anderen Zeit oder in einem anderen Kulturkreis spielen, von dem man
irgendwann einmal ,zum Beispiel durch Lektüre- Kenntnis erhielt.
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