Startseite
Gratis:Traumdeutung
am Telefon
Traumbücher
|
Traumdeutung
Die moderne
Traumanalyse
Die Entwicklung der
modernen Traumdeutung steht in enger Beziehung zur Emanzipation der
Psychologie von der Theologie, Philosophie und Medizin im 19.
Jahrhundert. Dadurch wurde sie zu einer eigenständigen
wissenschaftlichen Disziplin, die allerdings bis heute eine Art
Zwitterstellung einnimmt, weil man sie teils den Naturwissenschaften,
teils den Geistes- Wissenschaften zuordnet.
Die wichtigsten Impulse zur Traumanalyse gingen von dem Wiener
Nervenarzt Sigmund Freud aus, aber auch viele andere trugen ihren Teil
dazu bei.
Buch-Empfehlung
Therapeutisches Arbeiten mit Träumen. Theorie und Praxis der Traumarbeit: Theorie
Und Praxis Der Traumarbeit
Freuds »Königsweg« zum Unbewussten Sigmund
Freud, der Vater der Psychoanalyse und Begründer der modernen
Traumdeutung, wurde am 6. Mai 1856 in Nord- mähren geboren.
Sein medizinisches Studium absolvierte er in Wien, unter anderem am
physiologischen Laboratorium des angesehenen deutschen Physiologen
Ernst W. Ritter von Brücke. Dort beschäftigte sich
Freud vorwiegend mit Aufbau und Funktionen des Nervensystems.
Nach seiner Promotion 1881 arbeitete Freud als Arzt am Wiener
Allgemeinen Krankenhaus unter dem bekannten Neurologen Theodor H.
Meynert, der ihm die Fortsetzung seiner Untersuchungen über
das Nervensystem ermöglichte. In dieser Zeit
veröffentlichte Freud auch seine erste wichtige
wissenschaftliche Arbeit, die sich mit der Kokapflanze
beschäftigte; die Veröffentlichung trug
maßgeblich mit zur Einführung des Kokains als
Schmerz- und Betäubungsmittel in die Medizin bei.
Im Lauf der Zeit wandte sich Freud aber immer mehr der Erforschung
psychischer Krankheiten zu. Seine erste Studie über die
Hysterie publizierte er noch gemeinsam mit dem Wiener Neurologen Josef
Breuer, von dem er sich aber bald trennte, um seine eigenen Forschungen
zu betreiben.
Im Jahr 1885 habilitierte Freud zum Dozenten, 1902 wurde er
zumProfessorin Wienberufen. Hier lebte er bis 1938: Als sich
Österreich dem nationalsozialistischen Deutschland anschloss,
emigrierte Freud wegen seiner jüdischen Abstammung nach
England. In seinem Londoner Exil starb er am 23. September 1939 an
Krebs, gegen den er lange Jahre angekämpft hatte.
Von Anfang an stand Sigmund Freud im Kreuzfeuer der Kritik und
Anfeindung. Seine Erkenntnisse übet; das Unbewusste und die
Triebe waren revolutionär und passten nicht in das Bild, das
man sich damals vom Menschen als vernunftbegabtes Wesen machte.
Besonders scharf wurde er wegen seiner Theorien zum Sexualtrieb
angegriffen, die in der prüden Wiener Gesellschaft der
Jahrhundertwende einen Aufschrei der Empörung
auslösten. Aber er fand auch zahlreiche Anhänger, die
in ihm einen Reformator der Psychologie sahen, die sich nicht so recht
weiterentwickelte.
Manche seiner Schüler wandten sich später wieder von
ihm ab und gingen eigene Wege, vor allem A. Adler und C. G .Jung. Aber
bis heute gehört die klassische Freudsche Psychoanalyse zu den
wichtigsten, am häufigsten durchgeführten Methoden
der Psychotherapie, die sich im Lauf der Jahrzehnte nicht grundlegend
geändert hat.
15 Minuten Gratis-Beratung am
Telefon
Nutzen Sie die
Möglichkeit, ein 15-minütiges Gratisgespräch
mit
erfahrenen Beratern und Traumdeutern zu führen! Sie
beantworten Ihnen
alle Ihre Fragen rund um die Traumdeutung, verschiedene Traumsymbole
und deren Auswirkung auf Ihr
zukünftiges Leben. Zum Gratisgespräch geht es hier...
Mittlerweile wird das Werk von Sigmund Freud erneut kritisiert. Es gibt
ernstzunehmende Verdachtsmomente, dass er es mit der wissenschaftlich
korrekten Arbeit nicht immer genau nahm. So soll er zum Beispiel
Fälle so »zurechtgebogen« haben, dass sie
seine Theorien untermauerten, obwohl sie in Wirklichkeit anders
verliefen.
Außerdem wird seine Psychoanalyse immer heftiger kritisiert,
unter anderem deshalb, weil sie zu lang dauert und sich keiner
wissenschaftlichen Erfolgskontrolle unterziehen will.
Nicht zuletzt entzündet sich die Ablehnung auch wieder an
Freuds Vorstellungen von der Sexualität, der er wohl eine zu
große Bedeutung beimaß. Aber auch die berechtigte
Kritik an Freuds Psychoanalyse und die Zweifel an der Aufrichtigkeit
seiner wissenschaftlichen Arbeit können seine Bedeutung
für die moderne Psychologie nicht mindern.
Unabhängig davon gebührt ihm das Verdienst, mit der
Ergründung des Unbewussten und der Träume die gesamte
Weiterentwicklung der modernen Psychologie entscheidend
geprägt und das Bild vom Menschen tiefgreifend
verändert zu haben. Die Träume waren für
Sigmund Freud der wichtigste Schlüssel zum Unbewussten, jenem
Bereich des Seelenlebens, der uns im Wachzustand normalerweise nicht
zugänglich ist.
Er bezeichnete die Traumdeutung deshalb gerne als »via
regia«, den Königsweg zur Erforschung des
Unbewussten bei der Psychoanalyse. Seine grundlegende Arbeit dazu
veröffentlichte Freud im Jahr 1900 unter dem Titel
»Die Traumdeutung«. In diesem Werk legt er dar,
dass Träume weder Botschaften von Göttern und anderen
Mächten noch bloße körperliche
Vorgänge sind, sondern aus dem unbewussten Bereich der Psyche
stammen.
Ihre Funktion besteht nach Freud hauptsächlich darin,
verborgene und verdrängte Bedürfnisse,
Wünsche und Triebe (vor allem sexuelle) symbolisch zum
Ausdruck zu bringen und scheinbar zu befriedigen. Indem man in der
Traumanalyse, die fester Bestandteil der Psychoanalyse ist, diese
verdrängten Inhalte wieder bewusst macht, können sie
verarbeitet und in die Persönlichkeit integriert werden.
Das ist, grob vereinfacht gesagt, das Grundprinzip der
tiefenanalytischen Therapie, die von Freud begründet wurde.
Aus heutiger Sicht maß Freud der Sexualität
sicherlich zu viel Bedeutung bei. Das mag zum Teil aus seinen eigenen
psychischen Problemen erklärbar sein, die er zeitlebens zu
analysieren und dadurch zu bewältigen suchte. (Er schaffte es
zum Beispiel nie, seine Nikotinsucht zu überwinden, selbst als
Kehlkopfkrebs bei ihm diagnostiziert wurde.)
Zum Teil war das aber auch in der Sexualmoral seiner Zeit
begründet, die tatsächlich viel stärker als
heute zu Neurosen führte. Der Bedeutung seiner Arbeit tut das
aber keinen Abbruch.
Andere Wegbereiter wissenschaftlicher Traumdeutung
Da Freud durch seine Erkenntnisse vom Unbewussten und von den
Träumen Neuland beschritt, wurde er zum Vordenker praktisch
aller Psychologen seiner Zeit. Sein Einfluss reicht bis in die heutige
Psychologie, die trotz aller neuen Erkenntnisse und Weiterentwicklungen
in ihrer heutigen Form ohne Freud nicht denkbar wäre. Zwei
seiner Schüler, mit denen er zeitweise eng zusammenarbeitete,
gingen später eigene Wege und wurden ebenfalls bekannt: Carl
Gustav jung und Alfred Adler.
Der Schweizer jung kritisierte an Freuds Lehre vor allem die Fixierung
auf die Sexualität. In der von Jung begründeten
komplexen Psychologie stehen nicht so sehr die sexuellen Inhalte im
Vordergrund, sondern vor allem die Konflikte, die bei der Entfaltung
des Selbst auftreten.
Sie finden ebenso ihren Ausdruck in den Träumen wie die von
jung in die Traumanalyse eingeführten Archetypen aus dem
kollektiven Unbewussten, das die überpersönliche,
allgemein-menschliche Grundlage der Seele bildet. Damit stellte Jung
eine Beziehung zwischen den mystischen Vorstellungen des Altertums und
der wissenschaftlichen Traumdeutung her.
Auch Adler, der die Individualpsychologie begründete, lehnte
die Überbetonung der Sexualität ab. Für ihn
wird der Mensch vor allem vom Streben nach Macht und Geltung beherrscht
und gerät dadurch in Konflikte, die auch in seinen
Träumen zum Ausdruck kommen.
Neben Adler und jung, den beiden Schülern Sigmund Freuds,
deren eigenständige Lehren am meisten Beachtung fanden, sind
noch einige weniger bekannte zu erwähnen, vor allem: Wilhelm
Stekel stimmte Freud in vielen Punkten zu, beachtete aber neben den
sexuellen auch die Geburts- und Todessymbole in den Träumen,
untersuchte telepathische Träume (zum Beispiel Vorahnungen)
und erkannte, dass es Traumserien gibt, die in innerem Zusammenhang
stehen.
Otto Rank erforschte vor allem noch die Beziehungen zwischen
Träumen und Mythen, Sagen, Märchen und Dichtung; er
trug so viel mit zu Jungs Traumtheorie bei.
Alphonse Maeder und Paul Bjerre stehen mit ihren Vorstellungen von den
Träumen C. G. Jung sehr nahe. Bjerre wies außerdem
darauf hin, dass viele Träume der Verarbeitung von Ereignissen
des Alltags dienen, die sonst das Seelen- leben unnötig
belasten.
Unter den amerikanischen Traumforschern sind vor allem noch Edward S.
Tauber, Erich Fromm, Alfred Kinsey und Calvin S. Hall zu nennen, denen
es weniger um Theorien, sondern um die praktische Arbeit mit den
Träumen als Lebenshilfe ging.
Die moderne wissenschaftliche Traumanalyse gründet auf der
Arbeit vieler Forscher. So unterschiedlich, zum Teil sogar
widersprüchlich ihre Theorien auch sind, eignen sie sich doch
alle, dem Phänomen Traum aus verschiedenen Richtungen
näher zu kommen. Eine umfassende Theorie, die alle Fragen
beantwortet, gibt es bisher noch nicht.
|
Gratis
download
Traumsymbole
Traumdeutung
im Blog
|