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Traumdeutungdie
Phasen des Traumgeschehens aufteilen
In einem scheinbar
wirren, chaotischen Traum erkennt man auch die einzelnen Phasen der
Handlung meist nicht auf Anhieb. Aber viele Träume lassen sich in
der Traumdeutung bei genauerer Betrachtung, durchaus in verschiedene
Hauptabschnitte unterteilen, die miteinander in sinnvoller Beziehung
stehen.
Zum Teil erkennt man sie daran, dass sie sich durch "Weil -
Folgerungen" verknüpfen lassen: Weil im ersten Abschnitt des
Traums das und das geschah, entwickelte sich im zweiten Abschnitt das
und das - und so weiter. Diese "Weil-Folgerungen" müssen nicht
unbedingt logisch im alltäglichen Sinn sein, aber aus der eigenen
Logik des Traums ergeben sie sich oft zwingend. Da man diese Traumlogik
zu Anfang der Analyse nicht immer wahrnimmt, werden die Hauptphasen des
Traums oft vernachlässigt.
Es ist zur Traumanalyse nicht unbedingt erforderlich, den Traum in
seine Phasen zu zerlegen. Nützlich erscheint das vor allem dann,
wenn ein Traum zu verwirrend oder zu lang verläuft, als dass man
ihn gleich als Ganzheit erfassen könnte. In solchen Fällen
liest man die niedergeschriebene Traumerinnerung ein- oder mehrmals
sorgfaltig durch und stellt sich dabei die folgenden Fragen:
Wo ändert sich die Traumhandlung plötzlich?
Wo wechselt das Traumgeschehen scheinbar sprunghaft?
Wann treten im Traum neue Personen oder Objekte auf: die der Handlung eine Wende geben?
Solche Vorgänge im Traum markieren meist den Übergang von
einem zum nächsten Abschnitt. Man markiert sie in der notierten
Traumerinnerung am besten durch einen dicken Strich.
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Bei
der Traumanalyse kann man die einzelnen Phasen des Traums dann wie die
verschiedenen Kapitel eines Buchs verstehen und zunächst jeden
Abschnitt einzeln deuten. Das fällt oft leichter, als wenn man den
Traum sofort als Ganzheit zu verstehen sucht. Außerdem ist in
dieser Technik ein gewisser Schutz vor Selbsttäuschungen
eingebaut. Oder machen Sie den Kurs in Traumdeutung mit CD-ROM.
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Klausbernd Vollmar & Konrad Lenz
Wenn man später nämlich die Deutungen der einzelnen
Traumphasen zum Gesamtbild zusammensetzt, ist dieses nicht stimmig,
falls das eine oder andere Traumkapitel falsch verstanden wurde.
Gefordert wird die Untergliederung von Träumen, wenn man beim
Training der Vorstellungskraft gelernt hat, zu Begriffen logische
Ketten zu bilden. Das schärft die Wahrnehmungsfähigkeit
für die verschiedenen, miteinander verketteten Traumabschnitte.
Aber wie gesagt, die Aufteilung in die einzelnen Phasen ist zur
Traumanalyse nicht immer angezeigt. Wenn ein Traum ganzheitlich
gedeutet werden kann, erspart man sich diese Mühe. Bei einem Teil
der Träume wird man ohnehin keine einzelnen Abschnitte feststellen
können, sie verlaufen ungebrochen. Dann darf man nicht versuchen,
unbedingt eine Untergliederung vorzunehmen. Sonst wird ein
zusammenhängender Traum willkürlich unterbrochen und das
Verständnis vielleicht erheblich erschwert.
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