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Systematische Arbeit mit einem Traum
Da man
der spontanen Traumdeutung durch Einfälle nur bedingt vertrauen
kann, solche Einfälle ohnehin nicht zu jedem Traum entwickelt, ist
es immer notwendig, den ganzen Traum systematisch durchzuarbeiten. Das
kann auch mehrmals in unterschiedlich langen Zeitabständen
erforderlich werden, ehe man die verschlüsselte Botschaft des
Traumes so richtig vollständig erfasst.
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Grundidee herausarbeiten
Auf den ersten Blick wirken Träume oft ohne inneren Zusammenhang,
scheinbar eine sinnlose Aneinanderreihung unterschiedlicher
Vorgänge und Symbole, die häufig auch noch sprunghaft
wechseln. Aber hinter diesem vermeintlichen Chaos steckt oft doch eine
Grundidee, die wie ein roter Faden den ganzen Traum durchzieht. Wenn
man sie nicht auf Anhieb erkennt, liegt das an der Verzerrung bei der
Traumarbeit, die einzelne Elemente des Traums so verändert, dass
man ihre Beziehungen nicht mehr wahrnimmt.
Sobald man die Grundidee eines Traums erst einmal erkannt hat, gelingt
es meist viel leichter und schneller, seine einzelnen Elemente richtig
zu verstehen. Man weiß dann nämlich, worauf die
Traumbotschaft abzielt. Aber das ist nicht bei allen Träumen
möglich.
Es kann auch gerade umgekehrt laufen, dass man also zuerst die
einzelnen Elemente erklären muss, ehe man gegen Ende der Analyse
schließlich den roten Faden erkannt hat. Dann kann man die
Grundidee nur noch nutzen, um nachträglich zu kontrollieren, ob
die Einzeldeutungen immer im Einklang damit stehen.
Obwohl es also nicht immer zu Anfang schon gelingt, den durchgehenden
roten Faden eines Traums zu erkennen, sollte man es wenigstens einmal
versuchen. Dazu geht man am besten wie folgt vor:
Zunächst wird der ganze Traum, den man aus der Erinnerung notiert
hat, ein - oder mehrmals durchgelesen. Dann entspannt man sich und
stellt sich im Geist die Frage: "Um welches Thema kreist der ganze
Traum?" Darüber denkt man bewusst nach, indem man sich den Traum
immer wieder vergegenwärtigt, bleibt dabei aber auch offen
für spontane Einfälle aus dem Unbewussten.
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Professionell Träume deuten Schritt für
Schritt - Von Klausbernd Vollmar, Konrad Lenz - Er ist ein gern
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Gelangt
man durch die ganzheitliche Betrachtung des Traums auch nach
mehrmaligen Versuchen zu keinem befriedigenden Resultat, geht man vom
entgegengesetzten Denkansatz aus. Auch dazu liest man die
Traumerinnerung zunächst sorgfältig durch und schreibt sich
die wichtigsten Vorgänge, Symbole und andere Elemente heraus.
In guter Entspannung stellt man sich dann die Frage: "Was verbindet
alle diese Teile des Traums miteinander?" Auch darüber denkt man
gründlich nach und lässt gleichzeitig spontane Assoziationen
aus dem Unbewussten zu.
Bei der ersten Technik kann man die Grundidee eines Traums
plötzlich wie eine "Erleuchtung" wahrnehmen, mit der oft auch
schon die Einsicht in die Bedeutung (zumindest in groben Zügen)
verbunden ist. Bei der zweiten Technik können sich die Hinweise zu
den einzelnen Traumelementen unter Umständen spontan zur Grundidee
organisieren.
Es ist aber auch möglich. dass man bewusst nach dem gemeinsamen
Hauptnenner der verschiedensten Teile suchen muss. ehe sich der
durchgehende rote Faden offenbart.
Sobald man glaubt, die Grundidee erkannt zu haben, muss sie so gut wie
möglich abgesichert werden, um Irrtümer zu vermeiden. Das
geschieht, indem man den gesamten Traum sorgfältig
durchanalysiert, um festzustellen, ob sich der rote Faden
tatsächlich durch den ganzen Traum zieht oder nur für einen
Teil der Traumhandlung zutrifft.
Stößt man dabei auf Widersprüche, hat man entweder die
Grundidee nicht ganz erfasst oder bei der Analyse einen Fehler gemacht.
Das muss sorgfältig abgeklärt werden, indem man die Deutungen
nochmals intensiv überprüft.
Zu lang sollte man sich nicht mit der Suche nach einer Grundidee des
Traums aufhalten. Das frustriert und entmutigt nur unnötig. Wie am
Anfang schon gesagt, muss nicht hinter jedem Traum eine solche
Grundidee stecken. Besser gibt man die ergebnislose Suche auf, nachdem
man die obigen Möglichkeiten vergebens ausgeschöpft hat, und
beginnt gleich mit der weiteren Analyse.
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