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Traumdeutung - Positive Träume fördern
Die
Traumsteuerung wendet man immer nur zu einem konkreten Zweck an, der
möglichst klar und genau umrissen wird. Nur dann wird man
ausreichend motiviert, entsprechende Träume zu entwickeln und ihre
Botschaften richtig zu deuten. So wird die Traumdeutung zur praktischen
Lebenshilfe, die man vielfältig einsetzen kann.
Ob man sich im Schlaf
ausreichend erholt oder nicht, hängt mit davon ab, wie gut oder
schlecht man träumt. Zwar sind auch scheinbar negative Träume
für das Seelenleben wichtig, aber wenn man dadurch häufig
unruhig und voller Angst träumt, fühlt man sich nach dem
Erwachen bald nicht mehr richtig erholt. Man wacht wie gerädert
auf und fühlt sich deprimiert und vielleicht sogar körperlich
krank.
Deshalb
sollte die verbreitete negative Traumunruhe positiv umgepolt werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die positive Traumgestaltung
unangenehme Einsichten aus den Träumen verhindern soll, denn sie
sind oft sehr wichtig für die persönliche Entwicklung. Man
versucht lediglich, durch Lenkung der Träume die nächtliche
Unruhe zu vermeiden.
Das Unbewusste verfügt
über genügend andere Möglichkeiten, auch ohne
beunruhigende und ängstigende Träume, auf verdrängte
seelische Inhalte hinzuweisen, so dass die positive Traumgestaltung die
Selbsterkenntnis keineswegs behindert.
Zur positiven Traumsteuerung
muss man -so paradox das auch klingen mag grundsätzlich bereit
sein, negative und angstbeladene Träume zuzulassen. Wenn man sich
vor ihnen fürchtet, sie sogar zu verhindern versucht, treten sie
nämlich oft besonders quälend auf.
Die oftmals dahinter
verborgenen Bedürfnisse, Wünsche und Erfahrungen lassen sich
eben nicht einfach unterdrücken. Deshalb nimmt man sich also
keinesfalls vor, solche negativen Trauminhalte nie mehr zu erleben,
sondern stellt sich im positiven Sinne vor, dass man sie gelassen und
ruhig annehmen und verarbeiten kann.
Dadurch verlieren
sie sehr viel an negativem Einfluss und Angstpotential. können
nützlich für die weitere Entwicklung werden und den Schlaf
nicht mehr stören. Dazu prägt man sich zum Beispiel in tiefer
Entspannung die folgende Vorstellung ein:
Ruhig und gelassen nehme ich im Traum alle Ängste und Gefahren an und bleibe immer der Sieger.
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Professionell Träume deuten Schritt für
Schritt - Von Klausbernd Vollmar, Konrad Lenz - Er ist ein gern
gesehener Gast im Rundfunk und beim Fernsehen, wo er komplexe
Zusammenhänge transparent macht und diese charmant und einfach
erklärt,
mehr dazu erfahren sie hier...
Verstärken lässt sich die Wirkung dieser
positiven Einstellung noch, indem man sich "Helfer" vorstellt, die bei
der Bewältigung solcher Träume Beistand leisten. Das kann
eine Person aus der Vergangenheit (zum Beispiel ein Elternteil) sein,
der man vertraut, vielleicht aber auch ein Wachhund oder ein
Zauberstab, der die Gefahren bannt.
Da das Unbewusste nicht der nüchternen Logik des Alltags folgen
muss, nimmt es solche positiv besetzten imaginären Hilfsmittel
durchaus an, auch wenn der Verstand sie als irreal beurteilt.
Außerdem ist es wichtig, sich so zu beeinflussen. dass man aus
jedem negativen Traum doch eine angenehme Erinnerung mitnimmt, neben
der die Ängste und Gefahren verblassen. Dabei hilft zum Beispiel
die positive Vorstellung:
Ich erlebe meine Träume ganz intensiv mit Lust und Freude.
Dadurch werden die positiven Inhalte der Träume
hervorgehoben und bilden eine Art Gegengewicht zu den Ängsten und
Gefahren, die dadurch in den Hintergrund gedrängt werden. Deshalb
kann man sich am Morgen besser an die Träume erinnern, auch ihre
negativen Inhalte zulassen, für die man durch die positiven
Vorgänge gleichsam entschädigt wird.
Schließlich nimmt man sich noch vor, dass man aus jedem Traum,
auch wenn er mit Ängsten und Gefahren verbunden war, ein
"Geschenk" mit in den Alltag nimmt. Da es vom Inhalt der einzelnen
Träume abhängt. welches "Geschenk" man dabei erhält,
kann man sich das nicht konkret im voraus vorstellen.
Man muss dem Traum dabei "freie Hand" lassen, die Handlung zu einem
guten Ende zu führen, an das man sich im Wachzustand gerne
erinnert und aus dem man praktischen Nutzen ziehen kann. Das wird
beispielsweise durch die folgende positive Vorstellung in tiefer
Entspannung gefördert:
"Alle meine Träume gehen glücklich aus - ich behalte den guten Ausgang in meiner Erinnerung und ziehe Nutzen daraus."
Wenn man auf diese Weise dafür sorgt, dass auch gefährliche,
mit Angst beladene Träume positiv enden, wird man dadurch im
Schlaf nicht übermäßig beunruhigt und kann sie
später im Wachzustand annehmen und daraus lernen (daraus besteht
letztlich das "Geschenk"), während man bei einem Traum mit
negativem Ausgang die Erinnerung oft überhaupt nicht zulässt.
Die obige Technik der positiven Traumsteuerung klappt natürlich
nicht von heute auf morgen. Es dauert einige Zeit, ehe man die ersten
Träume wirksam positiv beeinflussen kann. Sobald man die Technik
aber erst einmal beherrscht, gelingt die Lenkung der Träume
immerzuverlässiger. Man muss aberständig weiter daran
arbeiten, sonst lässt die Fähigkeit allmählich wieder
nach und man wird doch wieder von negativen Trauminhalten
überwältigt.
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